Die Pomade

23.10.2017 10:49

Die Pomade - Ein Klassiker kehrt zurück

Der Kreis der Anhänger ist riesig und viele schwören auf dieses Wunderprodukt, doch Kritiker nennen dieses ein wenig zu altmodisch für unsere heutige Zeit. Das altbewährte Alternativ-Gel hat aber nicht nur die Aufgabe Form und Struktur in die Haare zu bringen und ihnen einen schönen Glanz zu geben, sondern es ist Haarpflege und gleichzeitig noch Kopfhautschutz. In den folgenden Absätzen erzählen wir Ihnen mehr zu diesem Retro-Produkt, wozu es dient und was es alles ermöglichen kann. Pomade ist nicht nur ein gewöhnliches Kosmetikprodukt, es ist ein Lebensgefühl, das wir mit Eleganz der 1930er und den rebellischen 1950er verbinden.

15 Fakten über die Pomade

Fakt 1: Im Gegensatz zu Gel und Haarsprays trocknen die Haare bei Anwendung der Pomade nicht aus. Sie bietet zudem Form, Glanz, Festigung und Pflege zugleich.

Fakt 2: Basis der Pomade ist Vaseline, welche ein Austrocknen vermeidet. Hinzu kommen noch zusätzliche pflanzliche Öle wie Kokkosnuss-, Oliven- oder Aloe-Vera-Öle und natürliche Zutaten wie Lanolin (Wollwachs), die die Gesamtwirkung nochmals verstärken. So wird das Haar und die Kopfhaut mit viel Feuchtigkeit und Pflege von der Pomade versehen.

Fakt 3: Die Festigkeit wird dazu noch von Bienen- oder auch Mikrowachs bestärkt. Aufgrund dieser Beigabe wird Pomade oftmals als Haarwachs gehändelt.

Fakt 4: Doch es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Pomade und Haarwachs: Der Hauptbestandteil der Pomade ist nämlich Vaseline, während es der beim Haarwachs das Mikro- oder Bienenwachs ist. Wesentliche Eigenschaften der Pomade sind das gelbliche Aussehen und die weiche Konsistenz. Das Haarwachs dagegen sieht eher weiß, fest und trocken und von der Konsistenz eher zäh.

Fakt 5: Die Pomade schnekt dem Haar einen eher matten bis starken Glanz. Der Look sieht frisch und gepflegt aus und hält den ganzen Tag über und ist dennoch jederzeit formbar.

Fakt 6: Der Effekt bei der Pomade kommt dem des Gels ziemlich gleich: Beide erzielen einen guten Halt und einen ansprechenden Wet-Look.

Fakt 7: Im Gegensatz zu Gel sind Pomaden dazu da, um im Haar zu verbleiben. Es gibt sehr feste Pomaden, die sich stark im Haar festsetzen und erst mittels eines Spezialshampoos herausgewaschen werden können

Fakt 8: Die Pomade hilft bei auftretender trockener Kopfhaut und auch bei Schuppen. Sie spendet zudem viel Feuchtigkeit und schützt vor externen Einflüssen wie z.B. Sonneneinstrahlungen.

Fakt 9: Die Haltbarkeit von Pomade liegt bei mindestens 15 Jahren.

Fakt 10: Die Wirkung und der Halt der Pomade hängt stark von der Umgebungs- und Kopfhauttemperatur ab. Hier gilt die Faustregel: weiche Pomade im Winter und feste im Sommer.

Fakt 11: Die Pomade ist sparsam im gebrauch, eine komplette Fingerspitze genügt für die volle Wirkung.

Fakt 12: Das Haar wird durch die Pomade weder ausgetrocknet, verklebt oder gar beschädigt. Sie beinhaltet in der Regel keinen Alkohol oder Chemie, Farb- oder Konsverierungsstoffe, Parabene, Sulfate, Silikone oder Emulgatoren.

Fakt 13: Die Anwendung ist gleich der wie bei Gel oder Haarwachs. Einfach in das feuchte oder trockene Haar geben und wie gewünscht stylen.

Fakt 14: Der Unterschied bei der Konsistenz der unterschiedlichen Pomaden: Weiche Pomaden verleihen Glanz und Pflege. Mittelfeste geben dem Haar Form. Feste Pomaden geben einen starken Halt.

Fakt 15: Pomade ist ein Kosmetikprodukt mit weitreichender Geschichte: Große Stars aus Musk, Film und Sport verwendeten Pomade, wie die Boxer-Legende Joe Louis oder der Stummfilm-Star Rudolph Valentino, dessen glänzendes Haar zu seinem Markenzeichen wurde


Ein wenig Geschichte zur Pomade

Der Name "Pomade" stammt aus dem 18. Jahrhundert, wo der Adel diese für Langhaarperücken nutzte, von den Äpfeln (franz. pomme), aus denen man diese gewann. Sie hielt den aufgestäubten Puder im Haar. Außerdem wurden auch Bienenwachs, Schweinefett und Öle zur Herstellung genommen. Bei der Herstellung von Parfüms diente sie als essentielles und wichtiges Material. In den 20ern war die Pomade besonders bei den Afroamerikanern sehr beliebt, da sie deren stark krauses Haar problemlos verschwinden ließ. In den den 30ern und 40ern gehörte die Pomade und das Rasierwasser zur alltäglichen Pflege des Mannes. Ende der 50er Jahre erreichte sie durch die Haartollen des Rock'n' Roll letztendlich ihren Höhepunkt. Die erste in Deutschland erschienene Pomaden-Marke lautete Brisk (seit 1950).


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